Pressemitteilung Trittau, 5. Juli 2011
Kulturstiftung Stormarn stellt Stipendiaten Tilmann Haffke als neuen Künstler im Trittauer Atelierhaus vor.
Der Hamburger Künstler Tilmann Haffke bezog am 1. Mai 2011 als 20. Stipendiat der Sparkassen Kulturstiftung das Atelier in der Trittauer Wassermühle. Am 5. Juli 2011 präsentierten Landrat Klaus Plöger und der kulturelle Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn Dr. Johannes Spallek den neuen Stipendiaten und seine Kunst erstmals der Stormarner Kulturszene.
»Hier bin ich Künstler, hier darf ich's sein«, zitiert der gebürtige Hamburger Tilmann Haffke den deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und spricht begeistert über seine freundliche Aufnahme und seinen bisherigen Aufenthalt in der Trittauer Mühle. »Dass Trittau der richtige Ort für mich ist, wusste ich, als ich vom Motto der Sparkassen Stiftung erfuhr: ,Die Künste verlangen weiter nichts als die Freiheit, sich auszubreiten und wachsen zu können.' Diese Freiheit habe ich hier.«
Malerei, gegenständliche Collagen und eigenwillige Farbwelten sind zentral im Werk des 37-jährigen, der den Maler Max Ernst und den Objektkünstler Dieter Roht zu seinen Vorbildern zählt. Die Verwendung realer Gegenstände prägt den individuellen Stil von Haffkes Kunstwerken. »Kaputte Ohrringe, Muscheln, Plastikstreifen - all das wurde schon Teil meiner Farbwelten«, erzählt der großgewachsene Norddeutsche.

links "albert, the royal partyanimal", materialcollage, ca. 30x15x15cm, 2011
in der mitte, hinter dem hölzernen wurzelknecht "der elbe", materialcollage 2010
rechts: "voyage a la lumiere" aus 2011
Auch für das in Trittau entstandene Werk Lemuria ließ er sich von der Realität inspirieren und integrierte einen mumifizierten Frosch, Frauenhaare und ein beschädigtes Schneckenhaus auf einem aus dem Mühlenflüsschen geborgenen Stück Holz. Dass sich diese kreative Methode anbietet für den Künstler, der sich für fernöstliche Philosophie interessiert und noch bis zum Frühjahr 2012 im Atelierhaus leben und schaffen wird, erklärt er selbst so: »Für mich hat Kunst mit Suchen und Schauen zu tun. Ich teile Duchamps Ansicht, dass Kunst im Auge des Betrachters liegt. Jeder Gegenstand kann Kunst sein.«
Für seine Stipendiatenzeit von einem Jahr in der Trittauer Wassermühle wünscht Landrat Klaus Plöger Timann Haffke eine künstlerisch produktive Schaffenszeit. Dr. Johannes Spallek, der die Stipendiaten der Kulturstiftung betreut, freut sich auf eine interessante Zusammenarbeit. Besonders spannend für ihn sind jedesmal die Ideen und Vorbereitungen zur künstlerischen Präsentation, die zum Abschluss des Stipendiums in der Trittauer Wassermühle und im Atelierhaus stattfindet.
