Vorbemerkung:
Kultur ist zu einem wichtigen Standortfaktor geworden, der bei privater und betrieblicher Ansiedlung eine immer größer werdende Rolle einnimmt. Im täglichen Konkurrenzkampf der Interessen haben Kunst und Kultur keinen leichten Stand.
Wenige fühlten sich dafür verantwortlich.Vor diesem Hintergrund wurde die damalige Kreissparkasse Stormarn als Stifterin tätig.
Die Stiftung hat Bemerkenswertes für das kulturelle Leben im Kreis Stormarn erreicht: Sie hat durch ihr Engagement zeitgenössische Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, den Schutz erhaltenswerter Landschaft gesichert und viele interessante Projekte ermöglicht.
Diesem Engagement fühlt sich die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn auch weiterhin verpflichtet und wird hierbei nachhaltig durch ihre Stifterin unterstützt.
DIE STIFTUNG
Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn wurde im Jahr 1983 als „Kulturstiftung Stormarn" durch die damalige Kreissparkasse Stormarn als eine der beiden Rechtsvorgängerinnen der heutigen Sparkasse Holstein mit einem Kapital von 100.000 DM bzw. 51.129,19 EUR gegründet. Sie erhielt ihre Rechtsfähigkeit aufgrund der Anerkennung durch das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein am 30. Dezember 1983. Die eigentliche operative Tätigkeit der Stiftung begann im Jahr 1984. Seit ihrer Errichtung hat die Stifterin bzw. ihre Nachfolgerin das Kapital der Stiftung systematisch durch Zustiftungen erhöht.
Die Förderzwecke der Stiftung waren ...
1. die Förderung kultureller Zwecke (incl. Denkmalschutz und -pflege),
2. die Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde,
3. die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege,
4. die Förderung der Jugendpflege und des Sports.
Seit 1993 ist die Stiftung Eigentümerin des Grabauer Forstes, zu dem Wald- und Wiesenländereien, der Klingberg und der Grabauer See gehören. Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn betreibt hier naturnahe Forstpflege, hat sukzessiv ökologisch wertvolle Zonen der Öffentlichkeit entzogen und Feuchtgebiete behutsam renaturiert. Für die Naherholung Suchenden stehen gleichwohl Wander-, Rad- und Reitwege zur Verfügung. Für Vogelliebhaber ist in der Nähe des Sees ein Beobachtungsstand errichtet und für die Ansiedlung von Fledermäusen sind ehemalige Bunkeranlagen geöffnet worden. Im Jahr 2009 wurde - zusammen mit der Sparkassen-Stiftung Stormarn - das „Naturerlebnis Grabau" errichtet
Im Jahr 2000 wurde die Stallhalle und die Remise des Marstall in Ahrensburg mit maßgeblicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn saniert. Am 27. August 2006 konnte die mit 330.000 EUR unterstützte Grundsanierung der Reithalle mit einer feierlichen Eröffnung abgeschlossen werden. Bei insgesamt fast 1,3 Mio. EUR Sanierungskosten gewährte die Stiftung eine finanzielle Unterstützung in Höhe von über 511.000 EUR. Zusammen mit dem neu entstandenen großzügigen Foyer bildet die sanierte Reithalle zusammen mit dem ehemaligen Pferdestall seit dem das komplett sanierte Kulturzentrum Marstall am Schloss Ahrensburg.
Seit dem Jahre 2000 initiierte die Stiftung in der Stallhalle ein Veranstaltungsprogramm. Zu sehen sind zumeist jährlich insgesamt 4 Ausstellungen. Zu jeder der Ausstellung gibt die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn einen begleitenden Katalog heraus. Insgesamt finanziert die Stiftung die Ausstellungsreihe mit jährlich rund 40.000,00 EUR.
Im Jahr 2004 wurde vor dem Hintergrund der Errichtung einer neuen Sparkassenstiftung durch die damalige Sparkasse Stormarn die Förderung der Jugendpflege und des Sports als Aufgabe der Stiftung in der Satzung gestrichen. Materiell wurden weiterhin Mittel für den Förderbereich Jugendpflege eingesetzt, weil ein 1998 für diesen Zweck aufgenommenes langfristiges Darlehen verzinst und getilgt werden musste.
Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn hat am 8. Juli 2006 ihr neu errichtetes Atelierhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kulturzentrum Wassermühle der Gemeinde Trittau eröffnet. In der idyllisch gelegenen Wassermühle hat die Stiftung bereits seit 1992 eine Wohnung angemietet, die jeweils für ein Jahr im Rahmen eines Wohn- und Arbeitsstipendiums an Künstlerinnen und Künstler vergeben wird. Zum Abschluss des Stipendiums findet seit dem eine Präsentation der aktuellen Arbeiten in den Ausstellungsräumen der Wassermühle statt. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Stiftung über das Jahr verteilt 6 bis 8 Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt.
Das Atelierhaus besteht aus 3 funktionalen Gebäudeteilen, den eigentlichen Atelierräumen, dem Lagerraum und einem kleinen Foyer, das ganz aus Glaselementen besteht. Im Inneren sind 3 Ateliers in einer Größe von 25 m² im Erdgeschoss und einer Galerie von 10 m² sowie ein Atelier in einer Größe von 35 m² mit einer Galerie von 15 m² entstanden. Der Lagerraum ist 42 m² groß und das Foyer für kleinere Ausstellungen umfasst ca. 100 m². Die Ateliers sind als Werkstatt mit einer Arbeitsfläche und einer kleinen Empore ausgestattet. Gemeinsame Sanitäranlagen, eine kleine Pantry für Selbstversorgung, ein Stichflur sowie Außenterrassen aus Betonsteinplatten runden das Raumprogramm ab, das eine Gesamtnettofläche von rd. 280 m² + 45 m² der Galerien umfasst.
Drei Ateliers werden für die Dauer von maximal drei Jahren an Künstlerinnen und Künstler aus Schleswig-Holstein und Hamburg kostenlos vergeben, wobei die allgemeinen Betriebskosten durch die Künstler zu tragen sind. Ein Atelierraum ist für den Stipendiaten bzw. die Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn vorgesehen. Als Gegenleistung für das mietfreie Überlassen des Ateliers verpflichtet sich jeder Künstler bzw. jede Künstlerin, die Ateliers regelmäßig als Werkstatt und nicht als Abstellraum zu nutzen, mindestens ein- bis zweimal im Jahr öffentlichkeitswirksame Aktionen im Atelierhaus zu veranstalten (z.B. "Offenes Atelier") und das Foyer regelmäßig für kleinere Ausstellungen oder Präsentation von aktuellen Arbeiten zu nutzen.
Im Jahr 2007 war festzustellen, dass für das Atelierhaus in Trittau als solches und die dort wirkenden Künstler und Künstlerinnen die angestrebten Ziele erreicht wurden und das Konzept sich bewährt hatte. Im gleichen Jahr 2007 kam es dann auch zur (5.) Änderung der Satzung der Stiftung. Teile dieser Änderungen waren die Einführung der Kurzbezeichnung „Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn" für den Geschäftsverkehr, eine veränderte Zusammensetzung des Stiftungsvorstandes sowie die Möglichkeit der Bildung von Fachausschüssen. Seit dem wurden ein „Fachausschuss für Kunst und Kultur" sowie ein „Fachausschuss für Natur- und Umweltschutz" eingerichtet. In beiden Fachausschüssen arbeiten viele engagierte Persönlichkeiten mit und unterstützen so die inhaltliche Ausgestaltung der Stiftungsarbeit.
Im Jahr 2008 wurde das Engagement der Stiftung im Grabauer Forst „auf neue Beine" gestellt. Einer-seits wurde der Forstbetrieb auf die zu diesem Zweck errichtete BKB Forstbetriebsgesellschaft Grabau mbH - an der auch die Stiftung als Gesellschafter beteiligt ist - übertragen, andererseits wurde mit umfangreichen Aktivitäten zur Erneuerung und Verbesserung des Wegenetzes im Bereich des Grabauer Forstes begonnen. Beides sorgte sowohl für eine Verbesserung der Erholungsmöglich-keit für die Menschen wie auch für ein Verbesserung der Gesamtsituation für die Natur, weil ein Teil der Flächen vollständig der Bewirtschaftung entzogen und durch eine veränderte Wegeführung auch den Besuchern mittelfristig nicht mehr zugänglich ist.
Im Jahr 2008 kam es auch zu einer Änderung der Satzungszwecke. Mit Datum vom 23. April 2008 wurde die Genehmigung zur (6.) Änderung der Stiftungssatzung durch die zuständige Stiftungs-aufsicht beim Kreis Stormarn erteilt.
Vom Kreis Stormarn wurde im Jahr 2008 der Grabauer Findlingsgarten erworben, wieder hergerichtet und die dauerhafte Unterhaltung geregelt.
Damit wurde eine entscheidende Grundlage für das wich-tigste operative Vorhaben der Stiftung gelegt. Es betrifft das „Naturerlebnis Grabau". Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsvorhaben mit der Sparkassen-Stiftung Stor-marn, die einen wesentlichen Teil des operativen Betriebs finanziert.
Die Sparkasse Holstein hat daneben der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn im Jahr 2008 einen seinerzeit von der damaligen Kreissparkasse Stor-marn aus finanziellen Gründen übernommenen Teil des Forstes (Försterei-grundstück, bebaut mit Einfamilienhaus, Garage und Hütte am See) „gespendet".
Wir engagieren uns für die Menschen in unserer Region und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. Wir wollen Stormarn lebens- und liebenswerter gestalten und so vor allem zu einer Steigerung der Attraktivät als Wohn- und Lebensraum beitragen.
Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarnist vorrangig selbst operativ mit den Schwerpunkten bildende Kunst und Natur- und Umweltschutz tätig. Daneben fördert sie seit ihrer Gründung auch die unterschiedlichsten Projekte und Vorhaben Dritter (steuerbegünstigte oder öffentlich-rechtliche Körperschaften).
Eine besondere Priorität bei der eigenen Zweckverwilichung sowie bei der Zusage von Fördermitteln liegt auf der Nachhaltigkeit von Aktivitäten, der Stärkung bürgerschaftlichee Aktivitäten und der Förderung von Aktivitäten im Natur- und Umweltschutz mit dem Fokus auf die Bewahrung eines lebenswerten Raumes für unsere Kinder.
Die Arbeit der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn ist durch eine hohe Transparenz gegenüber JEDERMANN gekennzeichnet. Wichtig in der Stiftungsarbeit ist uns qualitätsbewusstes Handeln und eine höchstmögliche Effizienz.
Wir haben für uns die Anwendung der "Grundsätze guter Stiftungspraxis" (vom Bundesverband Deutscher Stiftungen) beschlossen.
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